Jahreskonzert „Traumwelten" der Musikkapelle Wertenbach
<REPORTAGEN 2026>
In musikalische Traumwelten entführt.
Hainchen. Unter Volldampf stand am vergangenen Samstagabend in der vollbesetzten Begegnungsstätte in Hainchen die Musikkapelle Werthenbach. Dies allerdings in einer konzertenten Form, wobei die unter dem Dirigat von Johanna Knecht stehende Musikkapelle das Publikum in eine Traumwelt entführte.
„Traumwelten“ nämlich lautete auch das Motto des diesjährigen Frühjahrkonzertes, das durchaus als kräftiger Nachschub zum ausverkauften Jubiläumskonzert im November des vergangenen Jahres 2025 betrachtet werden kann. Geschäftsführerin Marianka Hammer begrüßte die vielen Gäste, unter ihnen Marco Müller, Bürgermeister der Stadt Netphen und Daniel Crecklow, Vorsitzender des Volksmusikerbun-des, Kreisverband Siegen-Wittgenstein. Die Moderation oblag Katja Eling. Alle Titel wurden auf eine Lein-wand projiziert - zum Teil in moderner KI-Technik. Selbst die Dirigentin wurde mit „Face Swap“ in eine Garde-Uniform integriert.
Johanna Knecht leitet die Musikkapelle Werthenbach seit Anfang 2023 und ist ausgebildete Musikpäda-gogin (Studium an der Universität Siegen) mit Fokus auf Blasorchesterleitung (C-Lehrgänge an der Lan-desmusikakademie NRW). Sie ist eine junge, engagierte Dirigentin, die viel Modernität und Frische in diese Kapelle hineingebracht hat.
Gleich mit dem 1. Titel, der „Olympic Fanfare“ wurde eine Welt voller Visionen vermittelt. Das Stück ver-körpert den Traum von Höchstleistungen, wurde es doch von John Williams für die Olympischen Spiele 1984 geschrieben. Das Bild einer urbanen Traumwelt wurde gleich danach im 2. Titel, „City of Dreams“ offeriert. Nämlich in Singapur, einer Stadt, die niemals schläft. Es war schon beeindruckend, mit welcher Präzision die Musikkapelle diese Werke umsetzte. Sie ist in den einzelnen Registern gut besetzt und ver-fügt auch über eine entsprechende Percussion.
Die weiteren Titel waren „Vidda“, eine Komposition, die in die Weite der Hochebene Norwegen entführte und tiefe Ruhe vermittelte, sowie „Imagasy“, ein Werk, das eine Mischung aus „Imagination“ und „Fan-tasy“ ist – ein Bild mit Klangfarben. Und eben diese Farbe haben die Werthenbacher in ihrer Musik. Nicht etwa technisch kühl, sondern auch dynamisch pulsierend.
„Earth Song“ lautete der Titel der letzten Darbietung vor der Pause. Ein Ruf nach Frieden in einer von Krieg zerrissenen Welt, was gegenwärtig leider bittere Realität ist. Und dieses Werk verdeutlicht den Traum vom Frieden in ruhigen, schwebenden Klängen.
„Earth Song“ lautete der Titel der letzten Darbietung vor der Pause. Ein Ruf nach Frieden in einer von Krieg zerrissenen Welt, was gegenwärtig leider bittere Realität ist. Und dieses Werk verdeutlicht den Traum vom Frieden in ruhigen, schwebenden Klängen.

Im zweiten Teil des tollen Konzertes ging es dann etwas schwungvoller zu. Mit Erinnerungen an Vergan-genes, Feste und fröhliche Erlebnisse. Dieses vollzog sich zunächst mit dem „Deutschen Marsch“ und sofort hinterher mit dem Traum von ewiger Jugend: Forever Young“ – ein Welthit aus den 80ern. Ja, Tradi-tion kann auch eine Traumwelt sein! Hierbei gab es ein fantastisches Solo zu hören: Tenorsaxophon: Marco Hock; Flügelhorn: Florian Finé und Altsaxophon Katharina Herrmann.
Anschließend ging die Musikkapelle im „Little Mermaid Medley“ „auf Tauchgang“ in eine Traumwelt unter Wasser und öffnete das Tor zur Disney-Phantasie: Es geht darin um Meeresrauschen, Abenteuer und Liebe sowie den Traum der kleinen Meerjungfrau an Land zu leben.
Mit „Invincible“ entführten die Werthenbacher dann das Publikum in eine Traumwelt der Stärke. Kompo-niert wurde das Stück für die „Invictus Games“, eine internationale Multisportveranstaltung, die erstmals 20214 stattfand und für kranke und verletzte Angehörige des Militärs gedacht ist. Gesanglich übermittelte diese Stärke die Musikerin und eigene Sängerin Steffi Kneip in sehr gekonnter Form!
„Johannländer Power pur“, kann man da nur sagen. Dies brachte dann die Musikkapelle in „Selections from The Greatest Showman“ klar zum Ausdruck, ein Werk in dem eine Traumwelt voller Licht. Mut und Visionen in Töne umgesetzt wurde. Unglaublich, was aus Blasinstrumenten alles herauszuholen ist. Und das kann manchmal auch bewusst disharmonisch klingen, um den Charakteren der einzelnen Parts gerecht zu werden.
Und danach war man mit der Interpretation von „Toto on Tour“ schon am Ende des Konzerts – einer Traumwelt aus Rock und Rhythmus. In diesem Stück wird mit Songs, die Generationen geprägt haben, eine ganz andere Atmosphäre auf die Bühne gebracht.
Damit schloss sich der Kreis des Repertoires, denn der erste Frontman der Band „Toto“ ist der Sohn von John Williams – dem Komponisten des ersten Stückes in einem Programm voller Träume.
Und danach war man mit der Interpretation von „Toto on Tour“ schon am Ende des Konzerts – einer Traumwelt aus Rock und Rhythmus. In diesem Stück wird mit Songs, die Generationen geprägt haben, eine ganz andere Atmosphäre auf die Bühne gebracht.
Damit schloss sich der Kreis des Repertoires, denn der erste Frontman der Band „Toto“ ist der Sohn von John Williams – dem Komponisten des ersten Stückes in einem Programm voller Träume.
„Vielen Dank, dass Sie mit uns geträumt haben, und ich hoffe, dass Sie den einen oder anderen Traum noch mit nach Hause nehmen“, meinte die Moderatorin Katja Eling. Und das sicherlich, nahm doch der Beifall orkanartige Formen an, so dass noch eine Zugabe fällig war. Und die war in der Tat ein lieblicher Traum: Nämlich das Lied „Guten Abend, Gut´ Nacht“. Als Solist brillierte Florian Finé auf dem Flügelhorn – einfach ein wunderschönes Konzert!
Text, Fotos und Video: MAIPRESS Medienservice
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