Einkaufen im Supermarkt - MAIPRESS Medienservice

Hans-Gerhard Maiwald
Hans-Gerhard Maiwald auf dem Gipfel des Schrankogels, 3500 Meter
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Verbraucher
Sieben schmutzige Supermarktgeheimnisse

Stehen  auch Sie trotz aller guten Vorsätze im Supermarkt immer wieder vor dem Chips-  und Süßigkeiten-regal? Das ist leider kein Zufall!
  
Beim  Einkauf im Supermarkt wird äußerst selten etwas dem Zufall überlassen, denn das  Ziel ist es, den Profit zu steigern, indem Sie WENIGER denken und MEHR kaufen.  Wir verraten Ihnen heute die fiesen Tricks, mit denen Sie immer wieder dazu  verleitet werden, mehr (und auch ungesünder) zu kaufen, als von Ihnen  beabsichtigt:
  
1.  Riesige Einkaufswagen anstatt handlicher Einkaufskörbe
   
In  vielen Supermärkten sucht man vergeblich nach handlichen Einkaufskörben.  Stattdessen ist man gezwungen, einen großen Ein-kaufswagen zu nehmen, in dem selbst über ein Dutzend Waren verloren aussehen. Allein der Anblick gibt uns das Gefühl, mehr einkaufen zu müssen. Tipp:  Schreiben Sie sich vorab eine Einkaufsliste (kann auch im Smartphone eingespeichert werden) und bringen Sie Ihren eigenen  Einkaufskorb mit! - Weiterer Hinweis:
Bringen Sie an Ihrem Korb einen Aufkleber/Hinweis mit dem Wort Kundeneigentum" an oder sagen an der Kasse, dass der Korb Ihr Eigentum ist. - Um Roß und Reiter einmal beim Namen zu nennen: Separate Einkaufskörbe gibt es bei ALDI so gut wie nie; allerdings z. B. bei REWE und EDEKA. Bei diesen Supermärkten sind dafür die Lebensmittel etwas teurer (aber auch oft hygenischer und besser).
Bitte beachten Sie aber, dass diese Körbe Eigentum des Supermarktes sind und sie nach dem Entleeren bzw. Umpacken (Handtaschen Tüten, Kofferraum u. a.) unbedingt zurück geben müssen. Meist gibt es dafür eine Stellfläche, wo diese Körbe gestapelt sind. Nehmen Sie hingegen den Korb einfach mit, ist dies Ladendiebstahl! Oft besteht jedoch auch die Möglichkeit, einen solchen Korb käuflich zu erwerben. Fragen Sie hierzu das Verkaufspersonal! - Noch ein Tipp: Haben Sie gerade weder eine Einkaufstasche oder Korb zur Hand, besorgen Sie sich einfach einen leeren Pappkarton. Die befinden sich oft in den Regalen selbst, wenn gerade die letzte Ware herausgenommen wurde, oder in einem Container in einer Ecke des Geschäftes/Marktes.
Noch ein Tipp zum Mitführen eines Einkaufswagen: In den allermeisten Fällen sind die Einkaufswagen mit einer Sperrkette miteinander verbunden. Um diese zu lösen, muss in der Regel eine 50 Cent- oder 1 Euro Münze in eine Aufnahme oder Schlitz eingelegt bzw. gesteckt werden. Nach dem Zurückbringen des Wagens schiebt man die Lasche bzw. den Bolzen der Sicherungskette wieder in einen anderen Wagen ein, wodurch die Aufnahme entriegelt wird und man die Münze wieder herausnehmen kann (Die Münze wird im Eifer des Gefechts auch gerne vergessen!) Dafür muss man aber jedesmal erst die Geldbörse hervorkramen und eine Münze herausfummeln; oft hat man ein passsendes Geldstück auch gerade nicht parat. Hierzu ein Trick, den so gut wie alle kennen:
Verwenden Sie anstatt der Münze Plastik-Chips, die Sie oft als Werbegeschenk oder Beigabe erhalten. In größeren Mengen sind diese Chips im Internet bei eBay oder Amazon erhältlich. Befestigen können Sie diese Chips am Schlüsselbund oder einer Halsschlaufe mit Schnappkarabiner. Dazu bohren Sie einfach ein etwa 2,5 mm großes Loch am Rande der Chips, damit Sie diese ein- und ausklinken können. Gegebenenfalls erledigt dies Ihnen jeder Hobby-Handwerker mit der Handbohrmaschine.
  
2.  Wassernebel in der Gemüseabteilung

In  Supermärkten werden Obst und Gemüse oft mit Wasser besprüht. Wenn Sie  denken, dass dies geschieht, damit die Waren länger frisch bleiben, ist dies ein weit verbreiteter Irrtum. Die wahre Absicht dahinter ist, dass sie appetitlicher aussehen sollen, nur führt das Wasser letztendlich dazu, dass Obst und Gemüse schneller  schimmeln. Tipp:  Am besten trocknen Sie Obst und Gemüse zu Hause erst gut, bevor Sie es  verstauen.
  
3.  Lange Laufwege
  
Bei  unseren Einkäufen werden wir absichtlich durch möglichst viele Gänge geführt.  Beginnend bei der Obst- und Gemüseabteilung müssen wir uns den Weg zu den Eiern  am einen Ende und zu der Butter am anderen Ende erkämpfen. Dabei kommen wir an vielen Fertigprodukten sowie ungesunden Snacks und Speisen vorbei, die uns zum  Kaufen veranlassen sollen.
Tipp:  Bevorzugen Sie kleinere Läden, bei denen Sie wissen, wo sie alles finden, und  keine unnötigen Wege durch Gänge, gefüllt mit ungesunden Lebensmitteln,  führen.
  
4.  Frischetheken und Backstationen führen zu  Spontankäufen
  
Ein  guter Duft, eine hübsche Herrichtung, und schon ist es um uns geschehen. Die  Frischetheken sind gut gefüllt mit deftigen Dips und fertigen Salaten, die  Backstationen sind überladen mit glänzenden Schoko-Croissants und duftenden  Brötchen – eine Falle, in die fast jeder tappt. Unser Tipp: Lassen Sie sich nicht von der tollen Optik und dem guten Duft täuschen, denn  dahinter stecken oft viele schäd-liche Fette und Unmengen an Zucker, die Ihrem Körper nichts als leere Kalorien liefern!
  
5.  Überflüssige Siegel, bunte Hinweise, Großverpackungen und künstliche  Verknappungen
  
All diese Komponenten führen dazu, dass wir zu bestimmten Lebensmitteln greifen, die wir eigentlich gar nicht kaufen wollten. Die vielen populären Qualitätssiegel,  Bilder, bunten Schriften, viel zu großen Verpackungen und Angebote, die scheinbar stark limitiert sind, suggerieren uns, dass wir schnell zuschlagen  sollten. Tipp:  Lassen Sie sich nicht von hübschen Aufmachungen täuschen. Werfen Sie stattdessen  einen Blick auf die Rückseite der Verpackung, denn was wirklich zählt, sind die enthaltenen Zutaten.
  
6.  Die Anordnung der Lebensmittel
  
Auch  die Anordnung der Lebensmittel ist im Supermarkt genau kalkuliert. Auf Augenhöhe  befinden sich meist die teuren Produkte, während sich auf Bückhöhe” eher die günstigeren Lebensmittel befinden. Tipp: Viele teure Lebensmittel, die es in gesonderten Fein-kostregalen gibt, lassen  sich auch in anderen Regalen in der preisgünstigeren Variante finden.
Auch werden manche preiswerte Waren ganz oben in einem Regal gelagert, das selbst Erwachsene kaum mit den Händen erreichen können (z. B. gesehen im M-PREIS Längenfeld, Tirol).
  
7.  Enge Kassen
  
An den Kassen geben die Supermärkte dann noch einmal alles. Die Regale um die Kassen sind meistens mit vielen Süßigkeiten bestückt, die uns am Schluss noch  einmal verführen sollen. Nach dem Kassiervorgang sollen wir möglichst schnell  unseren Einkauf verstauen und so Platz für den nächsten Kunden machen. Keine  oder kurze Kassenbänder sorgen automatisch dafür.
  
Und das ist noch nicht alles, was uns im Supermarkt erwartet. Schmutzige Einkaufswagen, auf denen mehr Bakterien lauern als auf einer öffentlichen Toilette, dreckige Pfandautomaten, verkeimte  Backstationen, von Bakterien befallenes, mit Pestiziden behandeltes oder von  Schimmelsporen befallenes Obst und Gemüse, sind nur einige Quellen für sogar ernsthafte Krankheiten!
  
Bei  Stichproben von Backstationen, Einkaufswagen und Pfandautomaten in bekannten  Supermarktketten waren die meisten Proben ge-mäß Laboranalyse massiv verkeimt, zum Beispiel mit Darm- und Feuchtkeimen, multiresistenten Keimen und Eitererregern.
  
Zum  Schutz vor Infektionen empfehlen wir Ihnen nur in Supermärkten, die sauber aussehen, einzukaufen und Ihre Hände nach dem Besuch immer gründlich zu waschen. Tipp: Führen Sie stets eine kleine handliche Flasche Desinfektionsspray mit sich. Für Obst und Gemüse gilt: Es sollte vor dem Verzehr immer gründlich gewaschen, geputzt und/oder geschält werden! Ebenso sollten diese Sachen baldigst verzehrt werden. Bei längerer Lagerung im Kühlschrank - auch in der Obst- und Gemüseschale - schimmeln insbesondere Apfelsinen Manderinen, Weintrauben usw. Es ist daher ratsam, hierfür anfällige Produkte nicht in großen Mengen zu kaufen (gilt besonders für Single-Haushalte), sondern statt dessen lieber weitere Besuche zum Nachkauf im Markt auf sich zu nehmen!

Der Verkaufstrick mit dem Flaschenpfand

Bei der Rückgabe von Glas- und Kunststoff-Getränkeflaschen (meist am Leergut-Automaten), erhalten Kunden pro Exemplar bis zu 0,25 Euro. Bei größeren Mengen Leergutes kann dabei durchaus eine stattliche Summe zusammen kommen, die man durch einen Bon vergütet bekommt (Es gibt allerdings auch Ausführungen von PET-Flaschen, auf die kein Pfand gezahlt wird). Wie aber sieht die Realität aus?
Vielleicht ist es Ihnen schon aufgefallen, dass Sie im Nachbarland Österreich grundsätzlich kein Flaschenpfand erhalten und nach Leerung der Flaschen diese grundsätzlich nur in den Plastikmüll entsorgen können. Warum? In Österreich sind die Getränke in Plastikflaschen (PET-Flaschen) wesentlich preisgünstiger als bei uns in Deutschland; allerdings ist im Verkaufspreis kein Flaschenpfand enthalten.
Der Trick der Getränkehersteller bzw. der Märkte ist ganz einfach: Die Vergütung, die Sie bei Rückgabe an der Kasse bzw. dem Leergut-Automaten, erhalten, wurde vorher auf den Verkaufspreis der Flasche aufgeschlagen. Sie haben im Grunde genommen definitiv keinerlei Vergünstigung erhalten. So einfach ist dieser Trick!
Auch die Idee, die in Österreich gekauften, leeren Getränkeflaschen dann einfach mit nach Deutschland zu nehmen und dort in den Leergut-Automaten eines Supermarktes zu stecken, wird nicht funktionieren. Der Automat wird Ihnen diese Flasche als "unbekannte Flasche" oder in dieser Form zurückgeben. Dass es kein Pfand gibt, steht ja bereits neben dem Barcode dieser Flaschen, und der wird entsprechend ausgewertet - also vergebliche Liebesmüh! Allerdings können Sie in Österreich gekaufte und geleerte (Glas)-Bierflaschen ohne weiteres in jedem deutschen Getränkemarkt abgeben - sie erhalten den Pfandbetrag vergütet.
Doch abgesehen davon gibt es auch bei uns in Deutschland immer noch Unterschiede bei PET-Flaschen verschiedener Märkte. Z. B. bestimmte bei REWE gekaufte Flaschen werden nicht bei ALDI akzeptiert und umgekehrt mit dem Hinweis, dass die Flasche "nicht zum Sortiment" gehöre. Obwohl sich diese Differenzierungen schon gebessert haben, gibt es immer noch Unterschiede. Z. B. bei in einer Bäckerei gekauften Getränken können Sie das Leergut nicht bei ALDI abgeben, bei REWE bzw. in einem Getränkemarkt, schon. Daher lohnt sich grundsätzlich die Rückgabe des Leergutes - auch wenn der Verkaufspreis vorher aufgeschlagen wurde.
Allerdings ist es inzwischen gesetzlich vorgeschrieben, dass Sie Ihren Leergutbon auch in einem anderem Supermarkt einlösen können. Ganz früher war das nur in dem Markt möglich, in dem Sie die Getränke auch gekauft hatten. Angenommen, Sie sind auf Reise, kaufen dabei Getränke z. B. in einem Stuttgarter Markt ein, trinken sie komplett aus, bringen das Leergut lediglich noch zum Automaten, lassen sich den Bon auslösen und fahren dann nach Hause. Auch der heimatliche Supermarkt sollte den Bon akzeptieren.
Einfacher wäre es natürlich, Sie würden die leeren Flaschen mitnehmen und woanders bzw. in Ihrem heimatlichen Supermarkt in den Automaten stecken.  Das natürlich funktioniert immer, wo die Flaschen gekauft wurden, spielt keine Rolle! Es kann jedoch der Fall sein - z. B. als Reiseradler - dass Sie sich nicht mit den leeren Flaschen belasten wollen, diese lediglich noch zum Automaten bringen und nur den Leergutbon mitnehmen.
Clevere Personen betätigen sich übrigens gerne als "Flaschensammler". Immer noch und überall werden gerne selbst mit Pfand ausgezeichnete Flaschen weggeworfen, z. T. weil man auch zu bequem ist, die Flaschen zum Leergut-Automaten zurückzubringen. Mit etwas Gespür, wo diese Flaschen öfters entsorgt bzw. herumliegen, kann dabei schon etwas zusammen kommen. Bei 100 Flaschen a 25 Cent Pfand wäre das ein Betrag von immerhin 25 Euro! Diesen Betrag erhält man auch, wenn man die Flaschen zuvor nicht selbst erworben hat; die Software des Leergut-Automaten bemerkt dies nicht. Der Markt, in dem Sie diese Flaschen abgeben, ist übrigens verpflichtet, den Bon einzulösen und Ihnen den entsprechenden Geldbetrag auszuzahlen - selbst wenn sie sonst nichts eingekauft haben!

Und nun viel Spaß bei Ihrem nächsten Einkauf!
Blutspender sind Lebensretter
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