Der absolute "Hit in Tüten"
(Siegener Zeitung vom 17. November 2011)

Kommentar:

Große Empörung - vor allem unter der Netphener Bevölkerung - hat diese Maßnahme des Landesbetrieb Forst NRW ausgelöst. Es ist blanker Unsinn, die über Jahrhunderte hinweg begehbare, imposante Bergkuppe der "Alten Burg", die zudem zu den historischen und touristischen Attraktionen des Netpherlandes zählt, lapidar als "Wildnisgebiet" auszuweisen. Außerdem können die Bäume gar nicht so krank sein, wie man tut; denn wenn dies wirklich stimmt, muss man sich fragen, ob das etwa erst seit kurzem so ist. Denn: Den Kyrill im Februar 2007 haben die alten Buchen auf der Kuppe locker ausgehalten. Es bleibt abzuwarten, was in diesem Winter dort oben passiert - seien es Stürme oder Schneebruch.
MAIPRESS hat auf privater Basis den unten stehenden Leserbrief in der SZ verfasst und auch dazu eine positive Resonanz von einem Netphener Bürger erhalten (dieser Brief wird ohne Namensnennung noch hier eingestellt). Der Betreiber dieser Seite hat zudem eine Wanderung auf den Gipfel unternommen (man kommt locker überall zwischen den Buchen da hinauf). Nichts, aber auch gar nichts ist da passiert; Autofahren auf den Straßen dürfte vergleichsweise gefährlicher sein!  Die heimliche Wahrheit ist offenbar die, dass man den Wanderer aus der Natur ausgrenzen möchte. Bürgermeister Paul Wagener möchte die Kuppe auf jeden Fall begehbar halten und hat auch mit Forstdirektor Diethard Altrogge gesprochen. Klar, dass dabei die Sicherheit des Wanderers gewährleistet sein muss: es ist grundsätzlich davon abzuraten, bei starken Stürmen generell die Wälder zu betreten. Aber muss man immer alles so übertreiben?

 

  Diese Stellungsnahme zum linkseitig stehenden Leserbrief erhielt der Verfasser
  Anfang Dezember 2011. Unverständnis auf der ganzen Linie - und reichlich Frust.
  Frust. Selbstverständlich wird der Name des Briefschreibers hier in keiner Weise
  erwähnt und sagen lediglich, dass er in Netphen wohnt.

  Wie sieht gegenwärtig die Realität aus?
  Also eine Begehung oder Überschreitung der Bergkuppe ist technisch gar kein
  Problem. Man hat zwar jeweils am Ost- und Westpunkt des Weges, der aufwärts
  zu Gipfel der "Alten Burg" führt einfach einige gefällte Bäume auf den Weg "ge-
  schmissen" mit einem relativ primitiven Hinweisschild, "dass der Wanderweg ge-
  sperrt" sei, doch das ist lächerlich. Man kann bequem links und rechts daran
  über den mit Laub bedeckten Waldboden vorbeigehen, zumal die Bäume relativ
  weit auseinander stehen. Wer unbedingt wollte, könnte sogar ein Mountainbike
  da vorbeischieben. Das Interessante: Von Westen (also Richtung Netphen her
  kommend) findet man bis dato nicht einen umgestürzten Baum!
  Trotz einiger Stürme und der krassen Temperaturunterschiede, die wir in den letzt-
  en Monaten hatten. "Die Bäume können wegen Artenschutz nicht gefällt werden"
  heißt es lapidar auf dem Schild. Also ein "Artenschutz", der eines Tages sowieso
  vermodert? Na, Klasse! (wird fortgesetzt)